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Sonne, Wüste und kein Alkohol
Östlich vom Grand Canyon erstreckt sich ein schier endloses Hochplateau, das zuerst Hopi-Land ist und später zum Navajo- Reservat wird. Alle paar Meilen ein Schild am Highway: “Don’t drink and drive”. An einer Stelle haben wir den Grund gesehen: Polizeifahrzeuge, Ambulanz und ein Kran, der am hellen Tag in einer übersichtlichen Kurve einen Pickup, der dem Indianer mittlerweile das Pferd ersetzt, aus einer Schlucht hievt. In Navajo-Land ist konsequenterweise der Verkauf und Ausschank von Alkohol grundsätzlich verboten. So auch in Chinle, wo wir zur Zeit Station machen und den Canyon de Celly besichtigt haben. Der ist zwar nicht so groß wie der Grand Canyon, dafür kann man aber in angemessener Zeit vom Rand nach unten steigen und Pueblo-Ruinen besichtigen, die von einer Besiedlung des Canyons vor rund 1600 Jahren zeugen. Der anschließende Aufstieg in der Nachmittagssonne ist beschwerlich, man sollte genug Wasser mitnehmen,
Die Städte, die wir durchfahren haben, oder vielmehr das, was auf der Landkarte als Stadt bezeichnet wird (Cameron, Tuba City etc.), sind in europäischen Sinne keine Städte, sondern bestenfalls eine weitläufige Ansammlung von Häusern, einem General Store, einer Tankstelle und wahlweise einem Burger King, Pizza Hut oder Kentky Schried Ficken. Ein Zentrum fehlt. Kirche, Rathaus, Markt, Bahnhof, alles fußläufig und zum flanieren einladend: Fehlanzeige.
Morgen (also nach deutscher Zeit heute) haben wir einen Gewaltritt vor uns: 100 Meilen bis Kayenta, dem Eingang zum Monumnet Valley, und dann noch 200 Meilen bis Moab, Utah. Dazwischen gibt es nichts - jedenfalls nichts, wo man übernachten kann. Selbst in Moab waren fast alle Hotels ausgebucht, weil viele Amerikaner den 4. Juli, den amerikanischen Unabhängigkeitstag für ein langes Wochenende nutzen und deshalb praktisch alles ausgebucht ist. Mal sehen, wo wir am Wochenende unterkommen!
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