Web 2.0 - die Kehrseiten (II)

Im rpet-Blog habe ich einen Beitrag geschrieben, wie Amateur-Fotografen dank Web 2.0 zu billigen Content-Lieferanten für die Medienindustrie werden. Es kommt noch besser: Yahoo und Reuters bilden eine neue Nachrichten-Plattform namens Witness-News, in der alle Besitzer eines Foto-Handys eingeladen sind, Bilder mit Nachrichtenwert abzuliefern. Nachzulesen in der Online-Ausgabe der New York Times.

Im rpet-blog habe ich damals geschrieben: “Demnächst hat jeder Dummdödel ein 3-Megapixel-Handy und macht Berufsfotografen Konkurrenz. Der “Stern” gründet eine Bildagentur für Hobbyfotografen, “Bild” stellt Presseausweise für “Leser-Reporter” aus (d.h. wohl eher für Hobby-Paparazzi), das Magazin “Max” (Verlag Milchstraße/Burda) bettelt Flikr-Teilnehmer an, Fotos honorarfrei zu überlassen. Die einen nennen das euphorisch “Bürgerjournalismus” und knüpfen daran Hoffnungen wie seinerzeit an die Offenen Kanäle der 70er Jahre, die anderen (wozu auch ich mich zähle) nennen es Content-Klau, um Kosten zu sparen und Honorare für Freie Mitarbeiter zu drücken. Wenn Ihr Euch näher informieren wollt, empfehle ich Euch den Artikel “Billige Reporter” aus dem Gewerkschaftsmagazin “Menschen machen Medien” und eine Empfehlung, wie man als Hobby-Fotograf auf Max-Bettelbriefe antworten sollte.” Übrigens: Zu diesem Posting in rpet.de stehe ich immer noch.

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