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Blogroll
Archive für 10.4.2008
Brauchen wir die olympische Fackel?
10.4.2008 von rolf.
Marion Wolff hat auf chillout.blog darauf hingewiesen, dass der Fackellauf eine Idee der Nazi-Propaganda war. Das musste ich kommentieren: “Im Nachhinein kann man der schwülstigen Nazi-Propaganda eines Carl Diem noch dankbar sein. So ein (völlig verrückter und überflüssiger) Fackellauf bietet immerhin genug Gelegenheiten für einige Nadelstiche in Richtung Peking - und die lassen sich nicht alle geheimhalten. Deshalb finde ich es auch richtig, von einem Boykott abzusehen. Erstens bringt das nichts, wie die Vergangenheit gezeigt hat (es sei denn, irgendein auflagengeiler Historiker verträte die aberwitzige These, der Boykott der Olympischen Spiele in Moskau habe den Fall des Eisernen Vorhangs verursacht), zweitens würde ein Boykott den Chinesen die Möglichkeit geben, sich als Opfer westlicher Arroganz zu stilisieren, und drittens bieten die Spiele selbst genug Gelegenheiten für Meinungsäußerungen. Bei den Schwimmern könnten safrangelbe Bademäntel auftauchen, die an tibetische Mönchskutten erinnern, Athleten könnten bei der Siegerehrung weiße Schals tragen - das Erkennungszeichen des Dalai Lama. Das setzt natürlich voraus, dass das Internationale Olympische Kommittee IOC seine Athleten wie Menschen bahandelt, die ein Recht auf freie Meinungsäußerung haben - aber das sehe ich noch nicht. Für die Funktionäre des IOC sind Athleten Material für den Zirkus, und der Zirkus bringt Kohle, und für die Entscheidung, wo sich der Zirkus als nächstes niederlassen darf, kann man sich prima schmieren und den nächsten Puffbesuch bezahlen lassen. Sollte das Material aufmüpfig werden und eine Meinung äußern, muss man ihm leider die Medallien aberkennen… Ziemlich verlogen, das Ganze.”
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Wer bezahlt die Milliarden-Abschreibungen?
10.4.2008 von rolf.
Die globale Finanzkrise ist auch an den deutschen Banken nicht spurlos vorüber gegangen, viele Institute mussten und müssen Milliardenbeträge abschreiben – wie in den USA, wie in Frankreich, Großbritannien und der Schweiz. Doch hierzulande sind auch öffentlich-rechtliche Institute betroffen. Soll der Steuerzahler denen bei einer Schieflage aus der Patsche helfen?
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